In einem Zug nach Schweden…

Der nächste Tag beginnt mit einem vielseitigem Frühstücksbuffet, was keinen Wunsch offen lässt. Gestärkt schwingen wir uns auf unsere Räder und begeben uns auf die Stadterkundung durch die dänische Hauptstadt. Die ersten hundert Meter auf unbepackten Rädern sind ungewohnt. Alles fühlt sich leicht und schwammig an. Wir stürzen uns ins Getümmel, klappern die Sightseeing-Magneten ab und schlendern durch den Hafen. Die Meerjungfrau zieht besonders viele Touristen an und auch wir zücken ebenfalls, beim Vorbeifahren, unsere Kamera aus der Tasche. Weiter geht es zum nationalen Kunstmuseum, Royal Park, Black Diamond…  Den Tag lassen wir in Christiania - einem Künstlerviertel, ausklingen.

Unser Fazit: Kopenhagen ist nicht nur ein Traum für jeden Fahrradfahrer.

Gerne wären wir noch länger, in der fahrradfreundlichsten Stadt geblieben Aber aufgrund der ganzen Ereignisse, war es absolut nicht möglich, unser Zimmer für eine weitere Nacht zu verlängern. So beschließen wir nach Malmö zu fahren und dort eine Unterkunft zu ergattern.

Nach dem Sightseeing Tag in Kopenhagen, mobilisieren wir nun unsere letzten Kräfte und fahren zum Hauptbahnhof. Schnell noch die Tickets für die Überfahrt über die Öresundbrücke gekauft und wenige Minuten später stehen wir mit unseren Rädern im Zug. Dieser verkehrt alle 20 Minuten. Der ellenlange Zug war fast leer und dennoch gab es nur ein einziges Fahrradabteil, das zudem komplett besetzt war, jedoch nicht von Fahrradfahrern. So mussten wir unsere Räder notgedrungen vor den Türen im Gang festhalten und wurden dabei von den sitzenden Mitreisenden interessiert beäugt. Nach 40 Minuten Fahrt begrüßte uns der Austragungsort des Eurovision Song Contests aus dem Jahr 2013 - Malmö - die drittgrößte Stadt Schwedens.

Doch auch hier mussten wir alle Versuche, über Airbnb ein gemütliches Privatzimmer zu bekommen, nach mehreren Anläufen aufgeben. Selbst Malmö ist fast ausgebucht. Letztendlich kommen wir wieder in den Genuss in einem weichen Bett zu schlafen. Wir mieten uns in das günstigste “schicki micki Hotel” im Neubaugebiet, direkt neben dem Turning Torso, dem höchsten Wolkenkratzer in Skandinavien, ein.

Danach wollen wir das Allermannsrecht ausnutzen, welches das freie Zelten in Schweden, ermöglicht, allerdings sollte man vorher um Erlaubnis fragen.

Im Hotel angekommen, treffen wir auf eine gut situierte und schnicke Segelgesellschaft, die nicht schlecht staunt, als wir mit unseren Rädern an der Rezeption vorbei zum Fahrstuhl vorfahren. An diesem Abend dürfen unsere treuen Begleiter mit neben dem Bett stehen. Nach einem leckeren, selbstgemachten Salat und einer heißen Dusche schlummern wir alle gemeinsam ein.